Vielfach wird ADHS als schnelle Diagnose erstellt, wenn gewisses Verhalten nicht der Norm entspricht oder irrational erscheint.
Siehe auch diesen Artikel hier.
Habt ihr Erfahrung mit ADHS? Selbst oder in der Familie?
Vielfach wird ADHS als schnelle Diagnose erstellt, wenn gewisses Verhalten nicht der Norm entspricht oder irrational erscheint.
Siehe auch diesen Artikel hier.
Habt ihr Erfahrung mit ADHS? Selbst oder in der Familie?
Diagnose heißt auf Deutsch Durchblick.
Ich erkenne als Ich-kann-Schule-Lehrer etwas als Diagnose an, wenn der Diagnostiker den Durchblick hat.
Den muss er praktisch beweisen indem er dem Betroffenen sofort Mut macht mit einem Bericht, wie er dieses Problem schon einmal konkret gelöst hat. Wenn jemand noch kein einziges dieser Probleme praktisch gelöst hat, dann soll er erst einmal lernen. Dann feh´lt ihm der Durchblick und dann ist seine Diagnose keine Diagnose.
ADHS steht deshalb in der Ich-kann-Schule auch für: Alle Dummen haben´s schwer.
Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom, was sagt das schon aus?
Griech. "Syndromos" ist der Zusammenlauf. Dieses Wort wählt man, um davon abzulenken, dass es einem zu lästig ist, das Viele, was alles zusammengekommen ist, genauer anzuschauen. Man nennt es einfach Syndrom, das klingt wichtig und bedeutet im Grund garnichts.
Was ist denn ein Aufmerksamkeitsdefizit?
Wenn der Schüler nicht auf das aufmerkt, wozu ihn der Lehrer gerade zwingen will.
Geht es da um Aufmerksamkeit oder geht es da um Unterwerfungs- und Einfügeversuche, um Erpressung und Nötigung?
Und ist nicht Hyperaktivität eine durchaus angemessene Reaktion auf solche "Pädagogik"?
Machen wir nicht geradezu regelmäßig aus pädagogischen Kunstfehlern Kinderkrankheiten?
Sind das nicht ziemlich niveaulose Ablenkungsmanöver von professionellem Unvermögen?
Da stelle ich die etwas unbequeme Ich-kann-Schule-Frage: "Würden Sie das, was Sie mit den Kindern vorhaben, auch wagen mit Ihrem Chef zu tun?"
In der Ich-kann-Schule behandle ich die Talente der Kinder als Cheftalente.
Ich unterrichte sie nicht, d.h. sie müssen nicht unten einüben, sich nach mir oben zu richten.
Ich lehre sie, das heißt, es macht mir Freude, ein mitreißendes Vorbild für Lernen zu sein.
Der genaue Beobachter kann gut sehen, wie auch die sog. ADHS-Probleme immer mit Druck wachsen.
Und er kann sehen, wie SOG nicht nur die Probleme löst sondern auch den Menschen gelöst werden lässt.
Sog ist das Grundprinzip der neuen Ich-kann-Schule.
Mit SOG bekommt man gut Einfluss.
Sog löst.
Sog richtet auf.
Sog macht wachsen.
Mit Sog kann man die Kräfte punktgenau lenken. Mühelos.
Man muss sich dafür nur etwas einfallen lassen, was zieht.
Jede/r kann es ganz praktisch ausprobieren.
Ich freue mich auf Euren Erfolg.
Franz Josef Neffe
Hallo Franz Josef, ich finde das ganz spannend, was du schreibst. Aber ich verstehe nicht, ws du mit Sog meinst. Hast du ein Besipiel, wei du deine Schüler ziehst?
Deine Frage ist von grundlegender Wichtigkeit.
Sie zeigt das ganze Dilemma unserer Pädagogik auf.
Sog ist das Gegenteil von Druck.
Über Druck & Schule wissen offenbar alle alles während über Sog & Schule ebenso offenbar niemand etwas bewusst ist.
Das bedeutet ganz praktisch,
a) dass in unseren Schulen nur Druck gemacht wird - worunter alle stöhnen, ohne zu wissen, warum
b) dass im Problemfall der Druck immer nur gesteigert - und nie ausgeglichen - wird
c) dass niemand diese fatale Verwechselung von Steigerung und Ausgleich beachtet
d) dass infolgedessen die Probleme ständig vergrößert statt gelöst werden.
Du möchtest ein praktisches Beispiel.
Ich wähle dafür [B]die sogenannte Legasthenie.[/B]
In Deutschland wird die "Legasthenie" seit dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom April 1978 gefördert.
Ich weiß nicht, wann die Schweiz angefangen hat, diesen Irrsinn nachzumachen.
Längst schreiben wir mehr als doppelt soviele Rechtschreibfehler wie 1978.
Ein stolzes Ergebnis.
Die Förderung wurde mit geradezu gigantischem Druck-Aufwand betrieben:
Die gesamte päd. Praxis, Verwaltung, Wissenschaft, Politik, ja., ganze Industriezweige produzieren inzwischen (für) die "Legasthenie".
Ja, wir haben den Unsinn soweit gesteigert, dass selbst die Betroffenen schon gegen sich selbst für die "Legasthenie" kämpfen.
Sie lassen sich immer tiefer in ein Versagenssystem hineinbetrügen, aus dem sie zeitlebens nicht mehr herauskommen.
Versagen heißt nein sagen zu sich selbst.
In einer Schule, die zu dumm ist, richtig lesen & schreiben zu lehren, werden die Talente von Anfang an mit Druck matt und platt gemacht.
Statt die sensiblen, genialen Geistes- und Seelenkräfte, aufzurichten, zu stärken und für ihre eigene gute Entwicklung zu begeistern, setzt man sie unter Druck, unterstellt man ihnen für das eigene Versagen alle möglichen Übel, quält man sie mit plumpen Übungen und schlägt sie in die Flucht.
Es müsste uns doch auffallen, wie regelmäßig im Zuge pädagogischer Förderung a) der Druck und b) der Misserfolg zunehmen.
Ich habe schon während meiner päd. Studien immer wieder aus Schülerakten abgelesen, wie zuverlässig es parallel zur angewandten Pädagogik bergab geht.
Immer werden nur die Maßnahmen gesteigert, mit denen das Problem groß gemacht wurde.
Immer sind es Druckmaßnahmen, erst schwächer, dann immer stärker.
Und was noch viel schlimmer ist: Wenn die Pädagogen nicht mehr drücken können, machen sie auf einmal gar keinen Druck.
Dann brechen die aufgestauten Kräfte sich Bahn und keiner versteht sie und kann sie lenken.
Und immer wenn die Pädagogik etwas überhaupt nicht versteht und überhaupt nichts kann, macht sie eine Wissenschaft und in der Folge eine neue Krankheit daraus.
Und alle machen diesen Irrsinn mit.
Wie im Märchen von des Kaisers neuen Kleidern.
Da haben auch alle Angst, dass herauskommt, dass sie für ihr Amt nicht taugen.
Das geht in der Hierarchie hinunter bis ins letzte Glied.
Die Eltern lassen sich in der Sprechstunde die Misserfolge des Lehrers als Defekt oder Defizit ihres Kindes verkaufen und setzen seine Druck-Pädagogik zu Hause fort.
Wie im Mittelalter, zu Zeiten des Frondienstes, bedrängen sie ihre Kinder, es den "Bildungshoheiten" nur ja recht zu machen, damit man nicht in den Schuldturm geworfen oder an den Pranger gestellt wird.
Ständig ist überall Druck bis zum Umfallen, und wenn man umgefallen ist, kann man gar nicht mehr, dann ist nur noch Chaos.
Für Druck gibt es zwei Gegenpole:
a) kein Druck = Chaos
b) Sog = steuerbare Ordnung.
Sog ist das Grundprinzip der neuen Ich-kann-Schule.
Damit ist aber nicht gemeint, dass ich die Kinder anbinde und irgendwo hinziehe; ganz im Gegenteil!
Für Sog lasse ich mir etwas ein- oder/und auffallen, was zieht.
Für eine Druck-Schule, wie wir sie überall täglich machen, braucht es künstliche Vorschriften, Befehle, Vorgesetzte, Belohnungen & Strafen, Bewertungen, Aussortierungen, Schablonen zum Einfügen usw. - eine konstruierte, irreale Wirklichkeit.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer nehme ich erst einmal die wirkliche Wirklichkeit wahr
und spüre den Hunger, der - als starke Sogwirkung - von den ständig unter- wie überforderten Geistes- und Seelenkräften ausgeht.
Diese feinen, sensiblen, genialen Talente suche ich nicht in irgendwelche Ablaufspläne hineinzutricksen und zu zwingen und sie zu pathologisieren, wenn sie sich pädagogischem Unsinn nicht unterwerfen.
Ganz im Gegenteil begegne ich allen Geistes- und Seelenkräften aller Menschen mit größter Hochachtung und bestätige ihnen erst einmal ihre Güte.
Das bedeutet ganz praktisch: Ich nehme die mächtigen und letztlich alles entscheidenden SOGwirkungen des Lebens wahr und bediene a) sie und b) mich ihrer.
Wir haben von einer lebensblinden Pädagogik gelernt, immer nur den Körper zu füttern und die entscheidenden Kräfte von Geist & Seele verhungern zu lassen.
Wie kann eine Pädagogik so stur dumm, den existentiellen Hunger von Geist & Seele ignorieren?
Wie kann eine Pädagogik, die im Leben immer mehr versagt, ihre Alibi-Papierpläne immer weiterperfektionieren und die Menschen von der Wirklichkeit weg in ihre Papiersackgassen drängen?
Wie können alle so eine Pädagogik, die bis heute nur bewiesen hat, dass sie Probleme verursachen und groß und noch größer machen kann, mitmachen und damit Tag für Tag bei wachsenden Problemen sich und die Kinder quälen?
Wie können sie sich über Jahrzehnte hinweg suggerieren lassen, am ständig wachsenden Misserfolg seien nur sie schuld, weil sie diesen Unsinn noch nicht fest und stark und fleißig genug mitgemacht haben?
Wie kann man sich ein Druck-Modell als Erfolgsmodell aufs Auge drücken lassen, aus dem noch nie etwas anderes als wachsender Misserfolg erfolgt ist?
Erfolg ist das, was erfolgt.
Wir sind doch alle nicht zu dumm dazu, dies alles zu verstehen.
Wir machen nur von unseren Geistesgaben keinen Gebrauch.
Statt des eigenen Verstandes benutzen wir nur einen künstlich angelernten Verstand.
Unsere eigenen Geistesgaben, die wir vom Leben bekommen haben, sie auszugraben und damit zu wuchern, lassen wir verwahrlosen.
Ja, oft schämen wir uns ihrer und lassen sie im Stich.
Damit lassen wir uns selbst im Stich.
Wir übergehen einfach den Überlebenshunger unserer entscheidendsten Lebenskräfte, sodass diesen gar nichts anderes übrigbleibt als durch Auffälligkeiten ihre Nöte zu zeigen.
In meiner ersten Klasse als junger Lehrer lernte ich (u.a.) mit Martin, worum es geht.
Er hatte in Deutsch immer eine 6 (ungenügend) gehabt, musste einmal sitzenbleiben.
Im Diktat gabs einen Lückentext, in der Aufsatzstunde ließ man ihn eine Seite aus dem Lesebuch abschreiben.
Trott macht Trottel. Dafür sind Pädagogen offenbar blind - oder schon zu weit voraus.
Bei mir schrieb Martin selbstverständlich alle Diktate und Aufsätze ganz mit; dafür bin ich als Lehrer ja da, dass er lernt, das gut zu bewältigen.
In einem kleinen Interview unter meinem Namen über die neue Ich-kann-Schule beim Regionalfernsehen Oberbayern kann man sich die Geschichte in etwa anhören und ggf. ist sie ja auch nachzulesen.
Martin schrieb eine gute Story von 2 1/2 Seiten Länge.
Ich konnte aus seinem Text etwa 1 Dutzend Worte verstehen, er konnte mir die 2 1/2 Seiten flüssig vorlesen.
Wer von uns beiden hatte denn da zu lernen???
Trotz Schule hatte Martin ein für sich selbst funktionierendes Schreib/Lese-System entwickelt!
Welcher Lehrer an der Schule könnte das?
Und dafür hatte er stets nur die Note "ungenügend" (in Deutschland die 6) bekommen und musste ein Jahr in diesem Stumpfsinn zweimal machen.
Welch ein Desaster für die Pädagogik, die nichts davon bemerkt!
Martin bereitete seine nächsten Nachschriften nun nicht mehr als Versager sondern als begeisterter Könner vor.
Statt über 70 Fehler schaffte er auf Anhieb dabei null Fehler.
Ich konnte eine Menge aus diesem Schlüsselerlebnis lernen, z.B.
dass es a) auf das ankommt, WAS wir tun,
dass es b) noch mehr darauf ankommt, WIE wir es tun und
dass c) alles entscheidet, IN WELCHEM GEISTE wir es tun.
Wir sind alle mit GEIST begabt, um seine Wirkung wahrzunehmen.
Seine Druck-Wirkung, die uns einschränkt.
Seine Sog-Wirkung, die uns löst, aufrichtet, stärkt, wachsen lässt und lenkt.
Es ist, so meine ich, doch gut zu erkennen, dass wir es stets bei Druck mit groben, plumpen Kräften zu tun haben.
Sog-Wirkung dagegen ist fein, sensibel und man kann damit all das verwirklichen, was man mit grobem Druck immer nur verwirkt.
Bei Druck geht es um Verausgabung und Erschöpfung mit immer MEHR.
Mit Sog erreiche ich mit immer weniger immer mehr, genauer und effizienter.
Je mehr Druck, desto mehr wird Geist ausgeschaltet.
In der Sogwirkung wird die Großartigkeit des Geistes offenbar.
Wer dies einmal erlebt und verstanden hat, muss begeistert dem Geist und seinen Gaben in jedem Menschen begegnen.
Ein Lehrer von Be-Rufes wegen sollte jemand werden, der auch selbst einen wirklichen Lehrer hatte.
Ich sehe aber heute nirgends mehr Lehrer, es werden allenthalben nur Unterrichtsabwickler und Lehrplanvollzieher auf Planstellen gesetzt.
Lehren bedeutet, ein mitreißendes Vorbild im Lernen zu sein.
Mitreißen können heißt Sog-Wirkung haben.
Kinder in vorbereitete Unterrichtsschablonen drängen und drücken, bremst und blockiert und frustriert die Kräfte.
Das Leben findet im Wesentlichen nicht auf der Ebene statt, auf der wir unsere begrenzten bewussten Kräfte mit Drücken oder Ziehen zu erschöpfen dressiert sind.
Nicht ich ziehe, sondern ES ZIEHT und unser Leben bestimmt.
ES ist eine viel größere, stärkere, höhere Kraft, die zieht, mit der wir endlich umgehen lernen müssen.
Die Zeit einer Pädagogik, die alle innerhalb der künstlichen Grenzen täglich einsperrt, in denen sie DRUCK machen kann, ist vorbei.
Wer noch nicht genug Lehrgeld gezahlt hat, kann dieses alberne Spiel natürlich weiter mitmachen.
Wir haben haben ja jeden Augenblick in unserem Leben die Wahl,
+ zu erkennen und uns dadurch zum Gestalter unseres Lebens emporzuschwingen oder
+ weiter zu leiden und unsere Probleme selbst immer größer zu machen - bis sie groß genug für unsere Erkenntnis sind.
Wir dürfen ohne weiteres auch uns selbst noch mehr unter Druck setzen.
Wir können aber auch endlich aufwachen, die Augen öffnen, wahr-nehmen, was uns zieht, und die ersten Schritte mit dem eigenen Verstand wagen.
LERNEN bedeutet wörtlich "eine Fährte des Lebens verfolgen".
Fährten haben Sog-Wirkung.
Ich lerne gerne mit allen, die lernen mögen.
Eben durch Lernen wird schon ein kleines Kind zum Lehrer.
Kinder sind die besten Lehrer.
Drum heißt es auch bei Mt. 18,3: “Wenn Ihr Euch nicht bekehrt und nicht werdet wie die Kinder, werdet Ihr nicht ins Himmelreich eingehen.”
Kinder sind so lebendig, nicht weil sie Druck machen sondern weil sie den Sog-Kräften des Lebens folgen.
Lehrer stehen in der Krankheitsstatistik ganz oben, weil sie das Gegenteil davon machen.
Das sollten wir uns genau ansehen und daraus lernen.
Ich wünsche allen guten Erfolg.
Franz Josef Neffe
Geändert von Franz Josef Neffe (08.08.2012 um 21:15 Uhr) Grund: Ergänzung
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Dein Satz "Kinder sind die besten Lehrer" spricht mir aus dem Herzen. Das sollten sich Pädagogen jeden Morgen vorsagen. Manchmal habe ich das Gefühl, manche wissen gar nicht mehr, wen sie da vor sich sitzen haben. Keine Maschinen, sondern Kinder!!! Gibt es deine Ich-kann-Schule denn schon in der Schweiz? ISt das ein pädagogisches Konzept?
Dass wir alle Lehrer sind, muss und sollte man sich nicht vorsagen sondern die Augen aufmachen und es sehen.
Lernen & Lehren sind untrennbar miteinander verbunden und sind nur zwei Seiten derselben Medaille.
Wer lernt, lehrt, und wer lehrt, lernt - und wer die Augen und das Herz öffnet, erkennt beides.
Die Ich-kann-Schule ist kein Haus. Der Mensch lernt ja nicht in Häusern sondern in sich.
Jeder Mensch hat alles, was er zum Lernen (und Lehren) braucht, in sich.
Wenn er das erkannt hat und wenn ihn niemand (z.B. durch Pädagogik) davon abbringt, ist er souverän.
Die Ich-kann-Schule ist also eine souveräne Schule; mit ihr kann jeder souverän lernen (lehren).
Mein erstes Buch trägt den Titel; die dritte von bisher 5 Auflagen erschien in Stein am Rhein.
Im Net findest Du mehr dazu.
Ich freue mich auf Deinen Erfolg.
Franz Josef Neffe
Guten Tag gerade habe ich eure spannende Diskussion gelesen. Ich habe einen kleinen Jungen und bemerke dass er gewisse Verhaltensstörungen aufzeigt. Er schreit ständig herum und sucht die Aufmerksamkeit. Ich bin nun ein wenig ratlos was ich tun soll, habe ehrlich gesagt etwas Angst zum Arzt zu gehen, da ich ihn nicht bereits im kleinen Alter mit Medikamenten vollstopfen will...was denkt ihr, gibt es alternativen oder sind solche Verhaltenstörungen normal? Mein erstes Kind verhielt sich ganz anders in diesem alter und bin deshalb wirklich etwas planlos...
Hallo Ursi
Wie alt ist dein Junge denn? Wenn Kinder noch klein sind, ist es ganz normal, dass ständig etwas los sein muss. Und dass sich die Geschwisterchen ganz verschieden verhalten, kann doch ganz gut seinWenn das noch nicht zu lange so ist, würde ich erstmal abwarten.
Wenn ich mich und meine Lebensfunktionen verhalte, bin ich tot.
Wenn wir es gar so wichtig mit dem Verhalten haben, wird die Verhaltensstörung geradezu zur lebensrettenden Maßnahme.
Immer sollen wir uns nur verhalten und benehmen und nicht gehen lassen.
Aber wer sich benimmt, ist benommen.
Und wie willst Du im Leben vom Fleck kommen, wenn du dich nicht gehen lässt?
Wenn wir endlich hinhören, sagt uns unsere Sprache doch recht deutlich, wie wir durch Sprache konditioniert sind, uns dauernd selbst das Leben schwer zu machen.
Die Instanz, die alle unsere Lebensfunktionen - von Körper Seele und Geist - steuert, ist nicht der bewusste Verstand sondern das Unbewusste.
Vom Unbewussten und seinen alles entscheidenden Kräften hat man uns nichts gesagt und uns durch Pädagogik davon abgelenkt.
Man verleitet uns, im Problemfall die bewussten Anstrengungen zu verdoppeln, nicht locker zu lassen, uns noch mehr Mühe zu geben usw.
Das ist das mit Abstand Dümmste, was man tun kann.
Wer sich anstrengt, erschöpft und verschleißt seine Kräfte und ist angestrengt, sonst nichts.
Wer nicht locker lässt, ist immer verspannt.
Wer sich Mühe gibt, kriegt sie.
Für eine echte, funktionierende Lösung muss man sich von solch unsinnigen Vorgaben lösen.
Wenn wir nicht mehr total gefangen sondern gelöst sind, können wir uns erst einmal unseren eigenen Geistes- und Seelenkräften zuwenden und ihren Zustand wahrnehmen.
Solange es unseren eigenen Kräften schlecht geht und wir uns nicht um sie kümmern, lassen uns fremde Kräfte auch nicht an sich heran.
Wenn wir uns aber selbst beruhigt, konzentriert, aufgerichtet, gestärkt, entwickelt und harmonisiert haben, werden wir auch für fremde Kräfte interessant.
Dann haben wir eine ganz andere Ausstrahlung und schaffen eine ganz andere Atmosphäre.
Mit unseren feinen Strahlen kommen wir überall durch, wo Worte womöglich zurückgewiesen würden.
Deshalb ist es so wichtig, auf seine Ausstrahlung und die dadurch verursachte Atmosphäre zu achten.
Coués Autosuggestion ist ein guter praktischer Weg, schnell den Umgang mit seinen Kräften meistern zu lernen.
Wenn ich mir meiner Wirkung bewusst bin und sie achten und lenken kann, dann wird für die Mama vor allem Schlafsuggestion ein hoch wirksames Werkzeug.
Dabei geht es gar nicht um Manipulation, wie manche befürchten, die die Augen noch nicht aufgemacht haben und noch nicht genau hinschauen.
Wenn das Kind schläft, hat der gar nicht zuständige bewusste Verstand Pause.
Ungestört kannst Du dann ein ganz normales, gutes Gespräch mit den tatsächlich zuständigen Kräften im Unbewussten führen.
Du kannst sie auftanken, stärken, aufrichten, achten, anerkennen, bestätigen, bestärken, bewundern...............
Du kannst ihnen ihre mögliche gute Entwicklung ausmalen und sie dafür begeistern
Du wirst ihnen einen klaren Auftrag für ihre gute Entwicklung geben.
Im Coué Brief 9 auf der zugehörigen Seite finden sich ggf. Beispiele dazu.
Jeden Abend ein paar Minuten für ein gutes Gespräch mit den tatsächlich zuständigen Kräften.
Und Du wirst dabei nichts sagen, was Du nicht auch sagen würdest, wenn das Kind wach wäre.
Ihr beide nutzt nur diesen wunderbaren Zustand, in dem alle Ablenkungen ausgeschaltet sind.
Und wenn Dein Kind einmal wirklich einen Arzt braucht, dann suchst Du Dir einen, vor dem Ihr keine Angst zu haben braucht.
Ärzte sind auch oft gar nicht wie sie befürchtet werden: Man sollte manchmal auch sein Arztbild überdenken und ggf. ändern.
Arzt muss keineswegs mit Medikamenten arbeiten, die Patient nicht haben will.
Arzt ist ein Dienstleister wie der Bäcker und der Schuster und kein Herrscher über Untertanen.
Achte also a) auf Deine eigene feine Wirkung und lenke b) behutsam wie zielstrebig die für die Entwicklung tatsächlich zuständigen Kräfte!
Ich freue mich auf Euren Erfolg.
Franz Josef Neffe
Hallo ihr, ich kenne jemand dess Kind wirklich ADHS hat. Für die Mutter war das ein riesen Stress. Seit das Kind nun Ritalin nimmt, kehrte vielmehr Ruhe in deren Haushalt ein und den Eltern viel eine riesen Belastung ab. Schulmedizin hat also auchso seine Vorteile denke ich.
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Diagnose ADHS, Behandlung Ritalin. Kann ein Kind, das hyperaktiv ist, nur medikamentös behandelt werden? Helmut Schreier, emeritierter Professor für Hochschulpädagogik schlägt vor, die Pillen durch Waldspaziergänge zu ersetzen. In seinem Buch «Krise der Kindheit» erläutert er, wie die Nähe zur Natur Kindern, die hyperaktiv sind, helfen kann. Weiterlesen

Die japanische Akupunktur-Massage für Kinder mit dem Namen Shonishin kann Kindern mit Schlafproblemen oder ADHS helfen. Bei der Akupunktur werden keine Nadeln eingesetzt. Naturärztin Elké Richter-Diehl erklärt, wie diese Methode Kindern helfen kann. Weiterlesen

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Unaufmerksamkeit, Vergesslichkeit, Hyperaktivität – fünf bis sechs Prozent aller Schweizer Kinder sind von der Aufmerksamkeitsstörung ADHS betroffen. Doris Vögeli, Mutter von zwei Töchtern mit ADHS, erklärt, weshalb eine gründliche Abklärung und Offenheit gegenüber der Krankheit so wichtig sind. Weiterlesen