Thema: ADHS - Viele Fehldiagnosen




  1. #11
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    Ich bin gegenüber der Diagnose von ADHS sehr skeptisch. Heutzutage soll ja schon jedes zweite oder dritte Kind betroffen sein. Aber mal ehrlich: Darf man als Kind denn gar nicht mehr laut, stürmisch und lebendig sein? Muss immer gleich alles mit Medikamenten unterdrückt werden?

  2. #12

    Lernen statt drücken !

    Das Problem ist doch gar nicht, dass Kinder " laut, stürmisch und lebendig" sind.
    Das Problem ist, dass die Erwachsenen dann mit ihrem DRUCK-Latein am Ende sind und nicht SOG-Deutsch lernen wollen.
    Wir haben ja mit Druck, Ritalin & Co. die Probleme nicht gelöst sondern - was ganz deutlich zu sehen ist - vervielfacht.
    Nicht nur für die Kinder sondern für alle Beteiligten.
    Darum heißt ADHS in der Ich-kann-Schule: Alle Dummen haben´s schwer.
    LERNEN für ALLE könnte das Problem lösen.
    Aber wer weiß in unseren Unterrichtsvollzugsanstalten schon noch, was LERNEN ist?
    Freundlich grüßt
    Franz Josef Neffe

  3. #13
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    Das Traurige ist aber, dass es oft nicht die Eltern, sondern die Lehrer sind, die unbedingt auf ADHS-Abklärungen bei jedem zweiten Kind bestehen. Manchmal denke ich, dass unsere Gesellschaft einfach zu früh zu viel von Kindern erwartet

  4. #14

    Einseitig

    Wenn wir die Probleme der Mutter dadurch lösen, dass das Kind Medikamente nimmt, warum praktizieren wir das dann nicht ebenso erfolgreich in der Gegenrichtung?
    Wenn das Kind Probleme mit der Mutter hat, müsste das dann doch auch die riesige Belastung des Kindes reduzieren, wenn statt ihm die Mutter medikamentös passend für das Kind eingestellt wird.
    Warum wenden wir diese Erfolgsrezepte in der Hierarchie immer nur von oben nach unten und nie umgekehrt von unten nach oben an?
    Als Ich-kann-Schule-Lehrer finde ich diese Einseitigkeit hochsignifikant überauffällig.
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

  5. #15
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    So einfach ist das aber auch wieder nicht. ADHS wird zwar oft fehldiagnostiziert, aber in gewissen Fällen können Medikamente dem Kind schon extrem helfen. Ausserdem belastet das Syndrom ja nicht nur das Kind und die Eltern, sondern auch Freunde, Bekannte und Lehrpersonen.

  6. #16

    Wo wird denn was klar durch "Abklärungen"?

    Lehrer sind Unterrichtsvollzugsbeamte/angestellte. Sie sind der verlängerte Arm der Staatsgewalt und haben Dienstpflichten und Aufträge zu erfüllen und zu vollstrecken. Sie müssen sogar den Nachweis darüber führen, dass sie es getan haben. Bei derart unklugen Vorgaben braucht man sich über ihre Pflichterfüllungsversuche nicht zu wundern.
    Eine Abklärung wäre ja erst dann eine Abklärung, wenn dadurch wenigstens irgendjemand etwas klarer wird als vorher.
    Die sogenannten Abklärungen in der Schule dienen allerdings in der Regel nur dem Einsortieren in Schubladen bzw. Verwaltungsablaufschemata. An mehr Klarheit ist dabei keiner interessiert, die stört nur.
    Klar dagegen würde jedem einzelnen ständig immer mehr werden, wenn er sorgfältig beobachtet und seine Wahrnehmung wirklich wahrnimmt und sie nicht ständig für vorgeschriebene Schablonen verdrängt. Unsere Wahrnehmung sagt uns doch, was wahr und was unwahr ist. Warum glauben wir ihr - und damit uns selber - so wenig???
    Freundlich grüßt
    Franz Josef Neffe

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